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Zwangsarbeit an der Werra. Das Kalirevier im Nationalsozialismus


Vortrag von Dr. Arndt Macheledt

Am Mittwoch, 30. September 2026, um 19:00 Uhr im Saal der Burg Wendelstein in Vacha.

Der Vortrag „Zwangsarbeit an der Werra. Das Kalirevier im Nationalsozialismus“ widmet sich einem lange wenig beachteten Kapitel der regionalen Geschichte. Während des Zweiten Weltkriegs wurden zahlreiche ausländische Arbeitskräfte in das Werratal verschleppt und zur Arbeit in den Betrieben des Kalibergbaus sowie in weiteren Bereichen der regionalen Wirtschaft gezwungen.

Dr. Arndt Macheledt zeichnet die Strukturen und Dimensionen dieses Zwangsarbeitseinsatzes nach und stellt zugleich die Menschen in den Mittelpunkt, die davon betroffen waren. Anhand konkreter Biografien, Zeitzeugenberichte und regionaler Quellen werden Herkunft, Unterbringung, Arbeitsbedingungen und Alltag der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sichtbar. Darüber hinaus nimmt der Vortrag die zahlreichen Lager und Einsatzorte sowie die Rolle der Unternehmen und lokalen Akteure in den Blick.

Damit verbindet der Vortrag individuelle Lebensgeschichten mit der Entwicklung des Kalireviers während der nationalsozialistischen Diktatur und ordnet die Ereignisse an der Werra in das umfassendere System der NS-Zwangsarbeit und der Kriegswirtschaft ein. Zugleich geht es um die Frage, wie nach 1945 mit diesem Teil der regionalen Vergangenheit umgegangen wurde und welche Bedeutung die Erinnerung an die Betroffenen heute besitzt.









Von Vacha nach Amerika -

 250 Jahre hessische Truppen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg


Vor 250 Jahren brachte der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg tiefgreifende Veränderungen für viele Familien in Vacha. Im Frühjahr 1776 verließen zahlreiche Männer aus der damals hessischen Stadt ihre Heimat, um im Auftrag ihres Landesherrn auf britischer Seite gegen die aufständischen Kolonisten unter Führung von George Washington zu kämpfen. 

Die neue Sonderausstellung „Von Vacha nach Amerika – 250 Jahre hessische Soldaten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg“ im Museum Burg Wendelstein beleuchtet dieses besondere Kapitel regionaler Geschichte anhand von Originalquellen, Tagebüchern und historischen Karten. Im Mittelpunkt stehen die Schicksale der Soldaten und ihre Verbindung zu den Ereignissen in Nordamerika. 

Zugleich richtet die Ausstellung den Blick auf bedeutende Persönlichkeiten mit Bezug zu Vacha: Friedrich Wilhelm von Steuben, dessen Vater in Vacha geboren wurde und der später als General eine Schlüsselrolle beim Aufbau der amerikanischen Armee spielte, sowie Johann Gottfried Seume, der in Vacha für die hessischen Truppen angeworben wurde.

Die Ausstellung ist bis zum Beginn der Winterpause Anfang Dezember zu sehen.

Sonderausstellung Vacha nach Amerika


Ausstellung Vacha nach Amerika





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